Ullr grüßt euch in der höchstgelegenen Stadt Deutschlands!

Wobei in Oberwiesenthal gerade einmal ca. 2800 Einwohner wohnen. Aber wer jetzt „beschauliches, verschlafenes Städtchen“ denkt, irrt gewaltig. Denn in O’thal, wie wir sagen, lebt sich’s wahrlich „infernal“!

Oberwiesenthal ist eine Bergbaustadt und wurde 1527 von den Herren von Schönburg gegründet. Bereits ein Jahr zuvor fand man in der Region große Vorkommen an Silber. Und bevor man die Vorzüge des Bergs bei Tageslicht erkannte, wollte man ihn sich erstmal von Innen anschauen. Als der Bergbau Ende des 19. zum Erliegen kam, hat sich allerdings schon herumgesprochen, dass O’thal ein gar schönes Fleckchen Erde ist. Hier lässt sich prima der Urlaub genießen und Sport treiben.

1906 wurde der erste Skiklub “Unter- und Oberwiesenthal” gegründet. Und von da an kamen und siegten sie – die Berliner, Niedersachsen, Holländer, Rheinländer, Westfalen, Schwaben und selbst die damals nicht so geliebten Bayern. Durch den Bau der Fichtelberg-Schwebebahn 1926 – erste Seilschwebebahn Deutschlands! – wurde der Berg dann vollends erschlossen. Ihr folgten weitere Lifte in den 50er Jahren.

Heute ist Oberwiesenthal mit seinem Fichtelwichtel das beliebteste Winter-Reiseziel in den neuen Ländern: über 20 km Pisten von süß bis halsbrecherisch, gut 80 km Loipen und Wanderwege sowie der 2004 im Zuge der Junioren-Snowboard Weltmeisterschaft eröffnete Fun Park sind Garanten für Wintersport vom Allerfeinsten.

Und so wurden „zwangsläufig“ viele erfolgreiche Sportler in O’thal groß:
unser „Floh vom Fichtelberg“ Jens Weißflog, Ulrich Wehling (Nordische Kombination, mehrfacher Olympiasieger), Sylke Otto (Rennrodeln, Olympiasiegerin), René „Sommi“ Sommerfeldt (erster deutscher Gesamtweltcupsieger im Skilanglauf), Claudia Künzel und Viola Bauer (beide Skilanglauf und Medaillengewinnerinnen bei Olympischen Spielen) nutz(t)en diese traumhaften Bedingungen zum Trainieren.

Aber genug der Hudelei rund um den Winter. Denn im Sommer ist auch ne Menge los: Mountain-Biking regiert im Erzgebirge. Natürlich immer schön rauf und runter. Unzählige, wunderschöne Wege zum Radeln umschließen das Fichtelberggebiet. Aber auch im Hochseilgarten, beim Nordic-Walking, Erlebniswandern oder auf der Sommerrodelbahn kann man sich und der ganzen Familie bei klarer Bergluft etwas Gutes tun.

Und um es mit Anton Günther abzuschließen:

Oh Arzgebirg wie biste schie…